Rede von Gerdi Gutperle zur Eröffnung am 29.10.2007

Sehr geehrter  Herr Landrat Wilkes,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Baaß,
verehrter Herr Prof. Ronte,
verehrter Herr Dr. Zorn,
vielen Dank für Ihre anerkennenden und freundlichen Worte.
Sehr geehrter Herr Prof. Galloway, es ist mir eine große Ehre und große Freude, dass Sie die weite Reise auf sich genommen haben um bei diesem wichtigen Ereignis heute Abend dabei sein zu können.
Meine Damen und Herren,
ich möchte Sie alle ganz herzlich begrüßen.
Ich freue mich sehr, dass so viele Kunstliebhaber, Freunde und Familienmitglieder heute gekommen sind und so ihr Interesse bekunden. Ich verstehe dies als eine große Anerkennung, für die ich Ihnen allen sehr herzlich danke.
Es ist schön so viele bekannte Gesichter zu sehen. Aber auch Neue unter Ihnen kann ich heute begrüßen, die auch hoffentlich zu Freunden werden. Ich will nicht lange reden, sondern nur kurz erzählen, wie es zu diesem Kunstraum hier kam und natürlich auch Dank sagen.
Nach jahrelangem Suchen, so wie es jeder Mensch in verschiedenen Richtungen tut, bin ich bei mir angelangt und konnte daraus den Zugang zu der Quelle der großen, nie versiegenden Kreativität entdecken, aus der ich diese Vielzahl meiner Werke schaffen dürfte, worüber ich sehr dankbar bin. So hatte ich den starken Wunsch, diese auch hier in der Region der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Daher habe ich einen gefragt, von dem ich weiß, dass er fast alle Wünsche erfüllen kann, nämlich meinen Mann, ob er denn vielleicht irgendeine leerstehende Halle hätte, in der ich meine Werke unterbringen und präsentieren könnte.
Man könnte die Halle ja ein bisschen herrichten.  Er sagte mir, dass er eine etwas andere Idee hätte, nämlich mir ehemalige Büroräume seiner Firma zur Verfügung zu stellen.
 Da diese an der direkten Zufahrtsstraße zum Rhein-Neckar-Zentrum lägen, führen ständig  viele Autos vorbei und Leute erledigten da ihre Einkäufe. Dies wäre seiner Meinung nach die ideale Lage für eine solche Räumlichkeit. Gesagt getan. Anfänglich sollten die Räume in eine Galerie umgewandelt werden.

 Bald jedoch änderten wir das Konzept in das einer Kunsthalle. Somit war die Idee „Kunstraum Gerdi Gutperle“ geboren. Durch die Vermittlung der Leiterin der Abteilung „International Communications/ Art Management“ der HypoVereinsbank München, Frau Dr. Bärbel Kopplin, war dann sehr schnell ein Kandidat für die Leitung einer solchen Kunsthalle gefunden: nämlich Elmar Zorn. Ich nenne ihn ohne Titel, denn die liebt er nicht, auch wenn er mehrere hat.
Als einer, der sowohl lange in der Münchener Kulturverwaltung leitend tätig war als auch als Kurator und Professor an vielen Orten der Welt, war er die Idealbesetzung für unsere Pläne und tritt nun mit dem heutigen Tag offiziell sein Amt an.
Ihm zur Seite steht meine Persönliche Assistentin, Nicole  Leize, mit all ihrer Erfahrung und ihren Sprachkenntnissen als Organisatorin des „Kunstraumes Gerdi Gutperle“ und freut sich über die neuen Aufgabengebiete.
Das Programm des „Kunstraumes Gerdi Gutperle“ wird über die  reine Ausstellungstätigkeit mit meinen Werken und denen meiner Kolleginnen und Kollegen sowie über den Austausch mit anderen Kunsträumen hinausgehen, wie ja bereits Elmar Zorn erläutert hat. Es soll der heute immer wichtiger werdende Zusammenhang  zwischen Kunst und Wissenschaft aufgezeigt werden, in den mannigfaltigen, sich erfreulicherweise ausbreitenden Synergien der Disziplinen.
Dies soll durch Vorträge, Symposien und Demonstrationen ebenfalls in diesen Räumen geschehen. Bereits die erste Ausstellung nach dieser Eröffnungsausstellung hier, nämlich „Anima Mundi“ mit Werken von Zygmunt Blazejewski, von denen das große Rollenbibliothekrad schon  früher einmal im IG Farbenhaus in Frankfurt gezeigt wurde, wird begleitet als Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung Heussenstamm in Frankfurt,  von einer Reihe von Kunst- Wissenschaft- Workshops des Künstlers in Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen in unserer Region.
Mit soviel versammelter Erfahrung der Genannten bin ich fest überzeugt, dass es uns gelingen kann, im Austausch und in Kooperation mit lokalen, regionalen und überregionalen Kunstvereinen, Museen, Kunsthallen, Forschungsinstituten, Schul- und Hochschuleinrichtungen sowie mit einzelnen wichtigen Künstlerkolleginnen und  –kollegen, Pädagogen und Wissenschaftlern ein Programm für diese Kunsthalle zu entwickeln, das spannend ist sowohl für die Kunstwelt und für die Wissenschaftswelt im engeren Sinne als auch für ein breites Publikum vor Ort.

Heute ist es also soweit mit dem „Kunstraum Gerdi Gutperle“, und ich freue mich riesig, dass es so großartig gelungen ist. Ich bedanke mich von Herzen bei allen, die sich ein ganzes Jahr lang dafür eingesetzt und angestrengt haben, bei dem Architekten Michael Bugert, ebenfalls bei Patrick Schlosser und dem gesamten Team aller beteiligten Handwerker sowie dem Architekten Cornelius Fischer, der für die Außenfassade zuständig war.
Allen, die mich in welcher Form auch immer auf meinem Weg unterstützt haben, mein aufrichtiger Dank.
Und ich freue mich gleichfalls, dass nunmehr mein großer, zweiter Lebenstraum verwirklicht ist, nach dem ersten Wunschtraum, den ich – natürlich auch wiederum mit der wundervollen und massiven Unterstützung meines Mannes Werner- realisieren durfte, nämlich das Sozialprojekt meiner Stiftung, dessen nächste Etappe die Eröffnung des Kinderkrankenhauses „Gerdi Gutperle Agasthiyar Muni Child Care Centre“ in Südindien am 19. März 2008 sein wird.
Ich sehe es als besondere Ehre, dass ich genau das was der Indische Weise Agasthiya damals vor so langer Zeit schon für mich hat auf Palmblätter niederschreiben lassen nämlich die Errichtung des Kinderkrankenhauses sowie das mich erfüllende Wirken in der Kunst verwirklichen darf.
Deswegen halte ich es für wichtig und richtig, dass meine Freunde Isolde Heller Bayer und Dr. Jürgen Bayer, die gleichfalls von ihm die Aufgabe bekamen, die Yogasolanwissenschaft, das universelle Wissen um alle  Zusammenhänge des Seins zu entwickeln und zu lehren, auch hier im Kunstraum vorstellen werden, wie z B. das Sichtbarmachen der Dimensionen im Hyperraum an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kunst. Euch liebe Isolde und Jürgen dafür meinen aufrichtigen Dank.          
Ich schließe mit einem nochmaligen Dankeschön, insbesondere die besonders fruchtbare Zusammenarbeit im Team mit Elmar Zorn und Nicole Leize und möchte allen voran den Dank an meinen lieben Mann Werner stellen, der dies alles hier ermöglicht hat.
Ich weiß, dass wir alle hier auf diese Erde gekommen sind, um etwas Wertvolles zu vollbringen- jeder an seinem Platz. Und jeder hat eine besondere Gabe als Geschenk für alle anderen Menschen mitgebracht.
Und wenn man nur einen Schritt zu sich selbst unternimmt, dann kann man diese wieder entdecken und fördern- zum Wohle aller.
Ich bedanke mich für Ihr Kommen und Ihre Aufmerksamkeit und würde mich freuen, wenn ich Sie etwas inspirieren durfte

 

Fotos der Eröffnung